Vorsorge leisten

vom 03. März 2024      Zurück zur Übersicht     
Nun zu unserem Fall: Simba wurde vor 4 Jahren von uns an eine Familie vermittelt, alles war über Jahre in Ordnung. Dies wissen wir so genau, da die damalige Pflegestelle alles protokollierte, es fanden Besuche und ein Austausch durch WhatsApp statt.
2024 bekamen wir einen Anruf der Besitzer, dass Simba überall hin urinieren würde, hauptsächlich auf Kinderspielzeug. Er würde auch nur abends zum Kuscheln kommen, tagsüber würde er die Räumlichkeiten der Familie meiden. Wir gaben Tipps und boten unsere Hilfe an, sollte keine Änderung stattfinden, Simba aufzunehmen.
Bevor der Kater im Katzenhaus einziehen konnte, baten wir die Besitzer erst einen Tierarztbesuch zu vereinbaren, den Kater auf ansteckende Krankheiten durchzuchecken und eine aktuelle Impfung vornehmen zu lassen. Bei dem Tierarztbesuch wurde festgestellt, dass Simba humpelte. Es wurde geröntgt und der Befund war eine Luxation des Hüftkopfes. Simba muss schlimme Schmerzen gehabt haben und Niemand bemerkte es. Wir wissen, dass Katzen sehr leidensfähig sind. Aber das humpeln wurde seit September 23 nicht ernst genommen. Ein damals aufgesuchter Tierarzt konnte nichts Außergewöhnliches feststellen. Es wurde aber auch nicht geröntgt. Verstehen können wir das nicht. So war unsere Information der Besitzer.

Um Simba von seinen Schmerzen zu befreien, musste eine sogenannte Femurkopfresektion vorgenommen werden, diese sollte 1.200 € plus Nachfolgebehandlung kosten, die Summe konnte der Besitzer nicht aufbringen. Da der Kater sowieso an uns zurückgegeben werden sollte, war der Besitzer nicht bereit, diese Summe noch in den Kater zu investieren. Traurig! Unsere Vorsitzende handelte schnell und fand einen Tierarzt, der nicht diesen erhöhten Satz nahm und bat um Spenden für den Kater. Mitglieder und der Pflegedienst aus Koblenz Fritz und Schneider spendeten eine größere Summe für den kranken Kater. Die Besitzer wollen uns noch 300 € überweisen. Der Verein übernahm Simba und er konnte operiert werden.

Mittlerweile geht es Simba entsprechend gut, er wird liebevoll auf einer Pflegestelle von den Katzenschutzfreunden in der Eifel versorgt. Er hat 8 Wochen Boxenruhe verordnet bekommen und wird nach dem ganzen Desaster wieder normal herumspringen können, am Anfang vorsichtig, aber er lebt.

Wir wollen hier Niemanden anklagen, aber es ist in letzter Zeit durch die Erhöhungen der Gebührenverordnung vielen Besitzern nicht mehr möglich, lebensnotwendige Tierarztbehandlungen zu zahlen. Simba ist nur ein Fallbespiel, es liegen noch viele weitere Sorgenfellchen in unserer Verantwortung, die sehr hohe Tierarztkosten verursachen. Sollen wir der Kosten wegen, die Tiere erlösen lassen, nein! Dies ist nicht die Vorgehensweise unserer Tierschutzarbeit.

Fakt ist, es gibt immer mehr Katzen, die unter Krankheiten und Schmerzen leiden, weil sie nicht behandelt und finanziert werden können. Die Zahl der Fundkatzen hat schon seit 2 Jahren immens zu genommen. Zunehmend alte Tiere werden auf der Straße aufgefunden, weil die Besitzer sich nicht mehr kümmern können oder wollen. Durch die erhöhten Preise für Impfungen und Kastrationen ist die Zahl der nicht kastrierten, ungeimpften Abgabekatzen ebenfalls in die Höhe geschnellt. Die Tierschutzvereine bekommen auch diese Kosten auf Dauer nicht gestemmt.

Die Tierarztkosten 2023 in unserem Verein haben sich verdoppelt. Wer soll diesen Wahnsinn noch bezahlen? Die Tierarztpraxen sind seit der Erhöhung der Gebührenverordnung natürlich leerer. Da fragt man sich wirklich, was macht das für einen Sinn? Wir bitten um Spenden, denn nur durch die Spenden der tierlieben Bevölkerung wird es uns weiterhin möglich sein, diese hohen Tierarztkosten zu leisten.

Spenden bitte an die Volksbank RheinAhrEifel eG
IBAN: DE61 5776 1591 0416 1258 00.

Auch über eine Paten- oder Mitgliedschaft freuen wir uns. Ruf uns gerne an: 02646/915928 oder schreibe uns eine Mail: info@katzenschutzfreunde.de

Vielen Dank für Deine Aufmerksamkeit und evtl. Unterstützung!
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